Vor der EM ist nach dem Weltcup
- vor 4 Tagen
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Ich melde mich zurück. Der Weltcup Ungarn ist Geschichte und was soll ich sagen: Es war ein intensiver, lehrreicher und gleichzeitig extrem motivierender Saisonstart.
Schon auf dem Weg zum ersten Weltcup der Saison, dem Sprint, war die Nervosität spürbar. Der erste echte Kräftevergleich auf internationalem Niveau stand an, und die Vorfreude war riesig. Genau solche Momente sind es, für die man trainiert.
Der Sprint verlief dann allerdings nicht ganz nach Wunsch. Bereits kurz nach dem Start unterlief mir ein Fehler von rund 1:30 Minuten. Ein Rückschlag, der mich sofort in die Aufholjagd zwang. Am Ende resultierte daraus Rang 12 - ein Resultat, mit dem ich nicht zufrieden bin, vor allem weil deutlich mehr möglich gewesen wäre. Dennoch konnte ich etwas sehr Wichtiges mitnehmen: Die Form stimmt. Physisch habe ich mich unglaublich stark gefühlt, und das gab viel Zuversicht für die kommenden Rennen.

Am nächsten Tag stand bereits das nächste Rennen an, mit der klaren Mission, das vorhandene Potenzial besser auszuschöpfen. Auch hier lief nicht alles perfekt, erneut schlich sich ein unnötiger Fehler ein. Trotzdem konnte ich mir Rang 4 sichern. Und genau dieses Resultat zeigt, in welche Richtung es geht: Wenn man mit einem vierten Platz nicht mehr vollständig zufrieden ist, dann ist man im internationalen Spitzenfeld angekommen.
Seit acht Jahren investiere ich täglich vieles in diesen Sport. Jeden Morgen mit der Frage aufzustehen, wie ich noch schneller werden kann, zahlt sich langsam aus. Das Gefühl, nicht nur mithalten, sondern aktiv um Siege mitfahren zu können, ist neu und unglaublich motivierend. Genau mit dieser Einstellung ging ich in die Langdistanz.
Das Langdistanzrennen in Ungarn war brutal hart. Über 1 Stunde und 50 Minuten durchgehende Belastung am Limit. Doch schon früh im Rennen wurde mir klar: Heute liegt wirklich etwas Grosses drin.
Beim 8. Posten konnte ich Armel Berthaud einholen, der drei Minuten vor mir gestartet war. Ab diesem Zeitpunkt fuhren wir gemeinsam weiter – was nicht nur zusätzliche Motivation gab, sondern auch richtig Spass machte. Zusammen konnten wir Jan Hašek einholen, überholen und sogar distanzieren. Als wir später auch noch zu Paul Debray aufschlossen, wurde uns bewusst, wie schnell wir unterwegs waren.
Im Ziel übernahm ich zunächst klar die Führung, Armel lag rund drei Minuten hinter mir auf Rang zwei. Doch lange hielt diese Führung nicht: Vojtech Ludvík setzte eine noch schnellere Zeit und unterbot meine Leistung deutlich. Am Ende bedeutete das für mich Rang 2, hinter dem mehrfachen Weltmeister und Gesamtweltcup-Sieger des letzten Jahres.
Ein Resultat, mit dem ich absolut zufrieden bin.
Und da noch ein kleiner Einblick in bewegten Bildern:
Neben dem sportlichen Ergebnis gibt es auch abseits der Strecke spannende Einblicke: Im Video zum Weltcup in Ungarn gehe ich detailliert auf das Thema Ernährung im ein, ein entscheidender Faktor bei solchen Belastungen.
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Und es geht direkt weiter: Schon morgen startet die Europameisterschaft in Portugal mit dem Sprint. Ich freue mich riesig auf die nächsten Rennen und darauf, erneut alles herauszuholen. Alle Infos und Updates findet ihr unten aufgelistet:
Nach der EM wird für Fanclub Mitglieder zudem ein vollständiges Rennvideo vom Sprint folgen, stay tuned!
Danke fürs Mitfiebern, du hörst bald wieder von mir!
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